Einst geschah in einem Dorf ein Wunder: Der Fluss trat über die Ufer, doch das Wasser, das alles zu zerstören drohte, was sich ihm in den Weg stellte, machte wundersamerweise am Rand des Dorfes halt, ohne irgendeinen Schaden anzurichten. Der Rabbi des Dorfes dankte Gott für das Wunder und dieser antwortete: „Es ist Samuels Bittgebeten zu verdanken, denn sie haben mich gerührt.“
Der große Rabbi ging zu Samuel, den alle für den Dorfnarren hielten und fragte er ihn: „Welches Gebet hast du denn an Gott gerichtet, als der Fluss über die Ufer trat?“ „Ich wusste nicht, welche Worte ich wählen sollte“, sagte Samuel, „ich hatte mein Gebetbuch nicht dabei und ich hätte auch nicht gewusst, welches ich auswählen sollte… Also betete ich das ABC herunter und sagte zu Gott: Herr, hier sind alle Buchstaben. Sortiere sie doch, bitte, und forme aus ihnen das beste Gebet, um dieses Dorf zu schützen.“
Quelle: Sinnige Geschichten
Ohne Worte… weil ich sprachlos bin ob der Naturgewalten, die über uns herein- und alles von Menschenhand Gemachte zusammenbrechen lassen… Auf der einen Seite sieht man dies, auf der anderen Seite das blühende Leben… und wir fragen uns: Wie kann das sein!? Doch wenn wir das ungeschriebene Gesetz der Polarität begreifen lernen, wird nicht nur alles klarer… es ist auch sehr tröstlich und versöhnlich, es beruhigt und entspannt. Denn es kann das eine nur sein, wenn auch das andere ist…
Gelernt habe ich das auch von einem lieben Blogger-Freund und Coach, Norbert Glaab, der zu diesem spannenden und unerschöpflichen Thema einige wunder-volle Texte geschrieben hat, die ich lektorieren durfte.
Die Geschichte kam zum richtigen Zeitpunkt: Zu Beginn des Hochwassers fand ich den “Sinnige Geschichten”-Newsletter in meinem E-Mail-Postfach…
Und – eine sehr schöne Botschaft darin: Manches ist in Wirklichkeit viel einfacher als wir glauben. Richtig simpel sogar. Die Lösung kommt oft klar und direkt aus unserem Herzen ♥
Die meisten von uns sind auf Ergebnisse aus, wollen Ziele erreichen;
wir wollen ständig die Oberhand gewinnen und uns durchsetzen.
Auf diese Art ist echtes Zuhören nicht möglich.
Nur wenn man zuhört, vernimmt man das Lied der Worte.
Krishnamurti
Oh, wie viel lerne ich da gerade von meiner kleinen Tochter! Sie probiert so oft, unermüdlich. Ihr Weg ist ihr Ziel, und diesen genießt sie in vollen Zügen im Hier und Jetzt. Sie lauscht dem Wind, dem Rauschen der Blätter, den Flugzeugen und Käfern… und auch mir
und allen, die ihr etwas zu erzählen haben.
Wie viel lerne ich, von Tag zu Tag, und ich freue mich daran und nehme alles als Geschenk an. Denn alles, was in meinem Leben ist, gehört zu mir und dient mir, zu sehen und zu erkennen und mich selbst besser kennenzulernen, genau hinzuschauen und wahrzunehmen, was in mir ist.
Ich bin dankbar für dieses Leben, für diese Geschenke für das Lied in meinem Herzen… ♥
Du bist jeden Augenblick neu;
drum sei dem Alten nicht zu knechtisch treu.
Und war dein Herz bis heut wie Kohle schwarz -
Du hast die Macht: Und es wird weiß wie Quarz.
Christian Morgenstern
Neu beginnen, jeden Augenblick. Das Leben selbst in die Hand nehmen, die Verantwortung dafür tragen und stolz darauf sein. Und dankbar sein für alles, was da war, was uns reifen ließ. Wie oft habe ich mir in den vergangenen Wochen Gedanken darüber gemacht. Weil vieles ganz anders gelaufen ist, als ich es mir wünschte.
Und trotzdem hat alles seinen Sinn. Und wenn ich bewusst meine Gedanken betrachte, fange ich an, mich mit ihnen anzufreunden, auch mit den Gedanken, die mich woanders hin-, die Stillstand und Schmerz gebracht haben. Die Kohle beginnt sich zu wandeln. Es wird heller, und das nicht nur, weil der Frühling naht. Sondern weil ich begreife und mich freue, wie ich selbst alles zum Besseren verändern kann.
Manchmal braucht es einfach Zeit. Und die Zeit in der Tiefe, die Zeit der Überbrückung kann schmerzhaft sein. Wie lange tappte ich im Dunkeln? Das, was hilft, ist, daran glauben, dass es wieder bergauf geht. Und trotzdem mit aller Kraft die Gedanken auf das Gute und Schöne richten, für das ich dankbar bin. Das hilft, sehr!
Elf Monate *lächel* Zeiten voller Höhen und Tiefen, schlaflos, unruhig, doch auch voller Lachen, Fröhlichkeit und Liebe. Auch daran denke ich und wie wunder-voll diese letzten elf Monate waren. Es gibt immer etwas, an dem wir uns freuen können. Darauf richte ich meinen Fokus ♥
Ein Mann, der erst 34 Jahre alt war, wurde zum Direktor einer großen Bank ernannt. Er hatte nie daran gedacht, so schnell Karriere zu machen, und schon gar nicht wäre es ihm in den Sinn gekommen, mit 34 Jahren Direktor einer großen Bank zu sein.
Eines Tages bot sich die Möglichkeit zu einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kommissare – es war gerade jener Mann, der den Vorschlag machte, ihn zum Direktor zu ernennen.
„Große Verantwortung wurde auf meine Schultern gelegt,“ sagte der junge Direktor, „und große Aufgaben warten meiner; ich werde mich mit allen Kräften bemühen, diese Aufgaben zu erfüllen. Ich wäre Ihnen jedoch sehr dankbar, würden Sie mir ein paar gute Tipps mit auf den Weg geben.“
Der alte Mann betrachtete den jungen Direktor andächtig, und nach einem Moment der Stille sagte er: „Richtige Entscheidungen.“
Der junge Mann hatte eigentlich etwas mehr erwartet, darum sagte er: „Das ist sehr behilflich, und ich weiß Ihren Rat zu schätzen, aber könnten Sie mir vielleicht ein paar deutliche Anweisungen geben? Ich brauche Ihre Hilfe, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können.”
Der Vorsitzende, ein Mann, der wenig Worte gebrauchte, sagte nur: „Erfahrung“.
„Sehen Sie,“ erwiderte der junge Mann, „darum geht es gerade. Ich frage Sie um Ihren Rat, da ich überzeugt bin, dass ich noch nicht genügend Erfahrung besitze. Wie sammelt man Erfahrung?“
Der alte Mann lächelte und antwortete mit nur drei Worten: „Durch verkehrte Entscheidungen.“
Quelle: Sinnige Geschichten
Nun ist es drei Monate her… *lächel* und ich lerne und wachse und reife durch die Entscheidungen, die ich treffe, durch die Erfahrungen, die ich mache… wissend, dass ich mein Bestes gebe… und spürend, dass es gut genug ist…
Nur manchmal gibt es Momente, da verlange ich zu viel von mir, erwarte Höchstleistungen am laufenden Band… bis ich wieder daran erinnert werde, dass alles gut ist, wie es ist… durch ein Lächeln oder einen Jauchzer, werde ich erinnert und finde mich im Hier und Jetzt wieder, das ich genießen lerne… ♥
Wenn du Gehmeditation übst und erkennst, dass du auf dem schönen Planeten Erde schreitest, wirst du dich selbst und deine Schritte in einem ganz anderen Licht sehen und von den engen Sichtweisen und Begrenzungen befreit werden.
Thich Nhat Hanh
Achtsam, ganz achtsam setze ich meine Schritte, atme, lächle, nehme bewusst wahr, wie sich all das zusammen anfühlt ~ Schritt für Schritt konzentriere ich mich auf die Bewegungen, auf die Muskeln, auf die Anspannung und die folgende Entspannung, auf mich selbst, darauf, was das mit mir macht, auf die Balance… der Atem folgt den Schritten, hält mit ihnen mit, geht ein und aus, so wie die Gedanken… Ruhe kehrt ein, Entspannung… und Bewusstsein…
Und plötzlich wird alles weit, weit und einfach und klar… Ich übe, sooft ich mir die Zeit dafür nehme, und lerne das neue Licht kennen, das Licht und den neuen Blick und die grenzenlose Freiheit… ♥
Da gehen die Menschen hin und bewundern die Bergesgipfel, die Meeresfluten ohne Grenzen, den breiten Strom gewaltiger Flüsse, die Weiten des Ozeans und den Lauf der Sterne. Sich selber aber sehen sie nicht und finden in sich nichts zum Staunen.
Aurelius Augustinus
Schau dich mal an und in dich hinein ~ heute, JETZT und hier oder als kleine oder große Wochenendübung! Und staune darüber, was du siehst, was dich ausmacht, was du BIST! Ein Wunder, bist DU! Ein bestaunenswertes, liebenswertes, einzigartiges Wunder ~ ja, DU!
“Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah…” ~ nämlich in DIR! So ganz nahe bei mir und in mir fühle ich, dass es sehr, sehr gut ist, dass ich ich bin und dass ich so bin, wie ich bin ♥
Die negativen Ereignisse in deinem Leben reflektieren dein gespaltenes Bewusstsein und die ihm innewohnenden Konflikte. Negative Geschehnisse sind eine Form von Opfer, was wiederum eine Form von Aggression darstellt.
Leiden und Traumata sind in Wahrheit Bestrebungen, dich vor deiner Angst vor Erfolg oder Nähe zu schützen. Denn deine Angst würde, von Erfolg und Nähe überwältigt, die Kontrolle verlieren und sich als unangemessen herausstellen.
Chuck Spezzano
Stell dir das einmal vor… Was wäre, wenn du plötzlich keine Angst mehr hättest…!? Was wäre, wenn sich dein Leben zum Positiven verändern würde, bloß weil du die Angst loslasst…!? Was wäre, wenn du plötzlich Erfolg haben würdest…!? Was wäre, wenn du plötzlich Nähe zulassen könntest…!?
Was würdest du JETZT beginnen, wenn du wüsstest, dass es dir 100 %i-g gelingt und du damit 100 % Erfolg hast!? Stell dir deinen Erfolg vor, mit allen Sinnen: Was siehst du, was hörst du, was fühlst du, was riechst du, was schmeckst du!? Fühlt sich das gut an? Hat das Platz in deinem Leben?
Wenn ja, beginne JETZT damit! ♥
Eines Tages wurde Michelangelo von einer reichen Familie beauftragt, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen.
Daraufhin suchte er lange nach einem geeigneten Marmorblock. Nach einer Weile fand er in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block, der dort vergessen worden war. Diesen Marmorblock ließ Michelangelo von seinen Arbeitern in sein Atelier bringen.
Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zu hauen. Dafür brauchte er zwei ganze Jahre. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis die Statue durch Schleifen und Polieren fertig war.
Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen.
Lächelnd antwortete der Bildhauer: “Der David ist immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen.”
Verfasser unbekannt
So ist es auch mit und bei uns… *lächel* Alles ist bereits da… und wir brauchen nur zu entfernen, was überflüssig ist. Oft denken wir, es ist noch nicht genug, dabei ist alles in Fülle schon vorhanden…
Und aufgrund dessen, dass meist ein Zuviel da ist, ist es uns nicht oder nur schwer möglich, das Wertvolle, die Essenz darin zu entdecken… Dabei wäre es so einfach… alles da! ♥
Bildquelle: BlogHof
Wenn du immer wieder das tust,
was du immer schon getan hast,
dann wirst du immer wieder das bekommen,
was du immer schon bekommen hast.
Wenn du etwas anderes haben willst,
tu etwas anderes!
Und wenn das, was du tust,
dich nicht weiterbringt,
dann tu etwas völlig anderes –
statt mehr vom gleichen Falschen!
Paul Watzlawick
Das ganze Leben ist ein Prozess, ein Lernprozess… Wir tun, probieren aus, wagen etwas, gehen wieder einen Schritt zurück, schlagen eine andere Richtung ein… Die ganze Zeit geht es um Versuch und Irrtum, und wir sind auf dem Weg. Wir wissen nicht, was um die Ecke, hinter dem Berg auf uns wartet. Und dazu gehört eine ganze Menge Mut. Trotzdem zu gehen.
Wir lernen aus dem, was wir tun, und das vermeintliche Scheitern ist nur ein Erkennen, dass es so nicht funktioniert ~ und wenn es so nicht geht, dann geht es anders. Bleib dran, gib nicht auf! Und entdecke die Freude daran, weiter zu suchen und weiter zu probieren, bis du fündig geworden bist. So viele verschiedene Wege führen zum Ziel. Es gibt keinen richtigen und keinen falschen Weg. Jeder Weg ist wichtig und richtig für dich ♥
In Indien saß einst ein Einsiedler am Ufer des Flusses, als er von einem jungen Mann in seiner Meditation gestört wurde. Der junge Mann kniete nieder und sagte:
«Meister, ich will euer Schüler werden.»
«Weshalb?» fragte der Meister.
«Weil ich Gott finden will.»
Der Meister sprang auf, packte den jungen Mann am Genick, zerrte ihn zum Fluss und stieß seinen Kopf unter Wasser. Nach einer Weile ließ er den jungen Mann los und zog ihn aus dem Fluss. Der junge Mann spie das Wasser aus, das er geschluckt hatte, und fing an zu husten. Ein wenig später hatte er sich beruhigt.
«Was wolltest du am meisten, als ich dich unter Wasser hielt?» fragte der Meister.
«Luft», sagte der junge Mann.
«Gut», sagte der Meister. «Geh wieder dorthin, wo du hergekommen bist, und komm zu mir zurück, wenn du Gott genausosehr willst, wie du eben Luft wolltest».
aus: “Der leere Spiegel” von Janwillem van de Wetering
Erst wenn wir wirklich, wirklich wissen und spüren, was wir wollen… und das auch wirklich, wirklich wollen… gelangen wir zum Ziel, setzen Träume um, ganz spielerisch. In der Stille, bei uns, erfahren wir, was das ist. Aber viele von uns sind ungeduldig, wollen vorher schon erfolgreich sein, am besten ganz oben auf der Karriereleiter, vergleichen sich mit anderen… und wundern sich, wenn sie scheitern…
Coache dich selbst: Geh in dich , schau dich um, achte auf die Zeichen, die du bekommst… und achte auf die innere Stimme, welche dich führt… lausche in dein Herz hinein und gehe deinen Weg ♥
Edelweiß, was willst du mehr ♥ Foto: Elisabeth Ornauer