Einmal wird uns gewiss
die Rechnung präsentiert
für den Sonnenschein
und das Rauschen der Blätter,
die sanften Maiglöckchen
und die dunklen Tannen,
für den Schnee und den Wind,
den Vogelflug und das Gras
und die Schmetterlinge,
für die Luft,
die wir geatmet haben,
und den Blick auf die Sterne
und für alle Tage,
die Abende und die Nächte.
Einmal wird es Zeit,
dass wir aufbrechen und
bezahlen.
Bitte die Rechnung.
Doch wir haben sie
ohne den Wirt gemacht:
Ich habe euch eingeladen,
sagt der und lacht,
soweit die Erde reicht:
Es war mir ein Vergnügen!
Was sind wir uns wert? Haben wir nicht all das verdient? Und dass wir es genießen und uns daran erfreuen können!? Ist das nicht alles für uns gemacht? Schauen wir eigentlich hin? Sehen wir die Schätze und das Schöne und Wertvolle darin? Und dass wir es kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, aber nicht umsonst!?
Es ist mir ein Vergnügen und ich bin voller Dankbarkeit, all das erkennen und sehen und wahrnehmen und genießen zu dürfen! Danke! ♥
Foto: Elisabeth Ornauer
Wer weiß denn, was das ist, das wir unser Ich nennen? Würdest du träumen, du seiest ein Vogel und flögst am Himmel, würdest du träumen, du seiest ein Fisch und schwämmest in der Tiefe: du würdest nicht wissen, ob das, was wir jetzt miteinander reden, im Traum oder im Wachen geredet war.
Dschuang Dsi
Und warum nicht einfach Träume leben? Vielleicht bin ich kein Fisch im Wasser, aber ich bin ein Mensch mit Ideen und Gedanken und Visionen. Ich habe viele Träume, und ich bin daran, den einen oder anderen nach und nach umzusetzen.
Hier wird sich einiges verändern in nächster Zeit… vielleicht gibt es eine Überraschung, vielleicht etwas ganz Neues ~ nun, ich werde einiges anders machen und ausprobieren und mache damit die Probe aufs Exempel
Und dann, wenn es so weit ist, wirst du auch nicht mehr wissen, was ich einst, nämlich jetzt, geredet habe, ob das ein Traum oder sonst etwas war… *lächel*
Ich wünsche dir einen traum-haften Tag! ♥
Beurteile einen Tag nicht danach,
welche Ernte du am Abend eingefahren hast.
Sondern danach,
welche Samen du gesät hast.
Robert Louis Stevenson
Wie Blüten gehen Gedanken auf, tausend an jedem Tag… lassen wir sie blühen, ohne nach dem Ertrag zu fragen, so meinte auch Hermann Hesse. Viele, viele Samen, die unter der Erde schlummern, bis ihre Zeit gekommen ist. Sie sind schon DA… und warten… *lächel* auf den richtigen Moment.
Üben wir uns in Geduld, und freuen wir uns an unserem Werk, an unserer Saat… und lassen wir uns überraschen. Den Reichtum sehend, der bereits da IST, lässt es sich beruhigt zu Bett gehen und einschlafen am Abend. Denn, wirklich wahr, da ist so viel… jeder einzelne Same eine Kostbarkeit für uns, ganz gleich, was daraus werden mag…
Wenn du immer wieder das tust,
was du immer schon getan hast,
dann wirst du immer wieder das bekommen,
was du immer schon bekommen hast.
Wenn du etwas anderes haben willst,
tu etwas anderes!
Und wenn das, was du tust,
dich nicht weiterbringt,
dann tu etwas völlig anderes –
statt mehr vom gleichen Falschen!
Paul Watzlawick
Das ganze Leben ist ein Prozess, ein Lernprozess… Wir tun, probieren aus, wagen etwas, gehen wieder einen Schritt zurück, schlagen eine andere Richtung ein… Die ganze Zeit geht es um Versuch und Irrtum, und wir sind auf dem Weg. Wir wissen nicht, was um die Ecke, hinter dem Berg auf uns wartet. Und dazu gehört eine ganze Menge Mut. Trotzdem zu gehen.
Wir lernen aus dem, was wir tun, und das vermeintliche Scheitern ist nur ein Erkennen, dass es so nicht funktioniert ~ und wenn es so nicht geht, dann geht es anders. Bleib dran, gib nicht auf! Und entdecke die Freude daran, weiter zu suchen und weiter zu probieren, bis du fündig geworden bist. So viele verschiedene Wege führen zum Ziel. Es gibt keinen richtigen und keinen falschen Weg. Jeder Weg ist wichtig und richtig für dich ♥
Stille ist mehr als eine einfache Pause;
sie ist der verzauberte Ort, an dem Raum geschaffen wird, die Zeit stillsteht und selbst der Horizont weiter wird.
Pico Iyer
Da gibt es einen Platz in dir… der all das zulässt… Bist du in der Stille mit dir, bei dir, dann eröffnen sich Räume, Gedanken, Möglichkeiten, von denen du zuvor nicht einmal eine Ahnung hattest. Aber haben wir noch Zeit für Pausen dieser Art, für ein paar Minuten ohne Ablenkung, nur mit uns…!?
Gönnen wir uns solche Pausen! Sie sind wertvoller, als wir ahnen~ inmitten des Trubels und der Hektik dieser Zeit sind sie fruchtbare Oasen, die uns mit lebensspendendem Wasser versorgen und an denen wir uns laben können. Lassen wir uns überraschen von all dem, was wir dort vorfinden… ♥
Schneerose in Furth an der Triesting, Niederösterreich
Foto: Elisabeth Ornauer
Sturzbach der Gefühle
wirbelt alles
durcheinander,
lässt Tränen
die Wunden reinigen
und dann
wieder Sonne
im Herzen
Platz nehmen.
Von jetzt auf jetzt
ist alles anders.
Energie tanzt
wilde, ekstatische
Tänze,
dreht sich hinunter
und hinauf,
biegt sich
wie ein Baum
im Sturm.
Worauf
ist noch Verlass
in dieser Zeit?
Kehre ein
in dich
und werde dir
in der Stille bewusst,
dass alles gut ist.
Trotzdem.
Den Anker
und den sicheren Hafen
findest du -
in dir!
Elisabeth Ornauer
Mit diesen Worten des Zuspruchs und des Ansporns wünsche ich dir einen schönen, entspannten Wochenausklang ~ auf dass sich die Stürme in deinem Herzen legen und aufhören mögen, aufzuwirbeln und aufzumischen und Unruhe zu stiften… bei anderen und (damit auch) in dir selbst…
Hier in Wien stürmt es wie wild, und ich habe das Gefühl, dass auch die Menschen ringsum stürmisch agieren und reagieren, aufbrausend, wenn etwas nicht in ihr Schema passt. Anstatt still zu werden, hinzuschauen, hineinzuhorchen und einfach anzunehmen, was ist… Ich wünsche dir Frieden! ♥
Für gewöhnlich stellt sich heraus, dass Menschen, die am Ende durch und durch willkürliche Entscheidungen treffen – die blindlings die nächste Wohnung nehmen, die nächste Arbeit antreten, die nächste Beziehung eingehen, die sie kriegen können -, im Grunde diejenigen sind, die vorher zuviel nachgedacht haben.
Deepak Chopra
Manchmal denkt man so lange nach, bis es zu spät ist. Manchmal denkt man so lange nach, bis die Traumwohung, der Traumjob, der Traumpartner vergeben sind. Und dann wird man panisch, weil die Zeit drängt, und man greift zum Nächstbesten, was man kriegen kann… Oftmals passiert…
Bin ich ganz im Hier und Jetzt, treffe ich meine Entscheidungen intuitiv, aus dem Bauch heraus. Und diese Entscheidungen sind die besten, tragen mich, fördern mich, lassen mich wachsen und bewirken, dass ich zufrieden und glücklich bin. Weil die Entscheidung aus meinem Innersten kam, tief aus meinem Herzen… ♥

Foto: Elisabeth Ornauer
Wie weit bin ich
schon gegangen,
von Haus zu Haus,
und dann,
als ich das Gefühl habe,
endlich angekommen
zu sein,
wird mir die Tür gewiesen,
Weil für manche
immer noch das Geld zählt.
Gerade in Zeiten wie diesen…
Da stehe ich nun,
mehr oder weniger
auf der Straße,
mit nichts,
als einem Kind
unter meinem Herzen -
meinem eigenen,
kleinen, inneren Kind,
das sich ein Zuhause
wünscht
und Geborgenheit.
Endlich.
Der Weg ist noch weit.
Und einst werde ich ankommen…
Und meinem Kind
in mir
ein Zuhause bieten können.
Elisabeth Ornauer
Manchmal gestaltet sich die Weihnachtszeit tatsächlich wie eine Herbergssuche… und es kommt immer noch vor, dass Menschen nicht wissen, wo sie hingehören, wo ihr Zuhause ist… und auf der Suche sind… lange Zeit… nicht nur in der Weihnachtszeit…
Ich wünsche dir, dass du ein Dach über deinem Kopf und über deinem Herzen hast, das du dein Zuhause nennen darfst! Es ist schön und tut gut, zu wissen, dass man wo zu Hause ist… und dass man angekommen ist… ♥
Home is where your heart is…
Alles fügt sich und erfüllt sich,
musst es nur erwarten können
und dem Werden deines Glückes
Jahr und Felder reichlich gönnen.
Bis du eines Tages jenen
reifen Duft der Körner spürest
und dich aufmachst und die Ernte
in die tiefen Speicher führest.
Christian Morgenstern
In unserer Erde, in unserer Tiefe schlummert so viel, lassen wir es schlafen, bis es erwacht. Geduld, Zeit, warten-Können. Wenn die Zeit dafür reif ist, wird es sich zeigen und wachsen, und wir werden im Lauf der Zeit ernten können. Wenn es keine Zeit dafür gibt, dürfen die Träume weiter als Samenkörner in unserer Erde schlummern…
Und ganz gleich, was ist, es ist gut. Ich säe daher Samen ohne Ende und warte… warte auf den richtigen Zeitpunkt zu blühen, im Leben wie im Traum… und erfreue mich an der Erfüllung und an den Träumen… und erkenne, dass es auch Glück bedeutet, wenn Samen nicht aufgehen und sich Träume nicht erfüllen… ♥
“Viel höher kann ich diesen alten Leib nicht mehr erheben.”
“Doch, du kannst es, Jonathan. Du hast viel gelernt. Die eine Lehrzeit ist zu Ende, die Zeit ist gekommen, um in einer anderen neu zu beginnen.”
Das Licht, das ihm sein Leben lang geleuchtet hatte, das Licht des Verstehens, erhellte auch diesen Augenblick. Die Möwe Jonathan verstand. Sie hatten recht. Er konnte höher fliegen, es war Zeit, heimzugehen.
Mit einem letzten, langen Blick nahm er Abschied von seinem Himmel, von diesem majestätischen silbernen Reich, das ihn soviel gelehrt hatte.
“Ich bin bereit”, sagte er dann.
Und die Möwe Jonathan erhob sich mit den beiden sternenhellen Möwen und entschwand in vollkommene Dunkelheit.
aus: “Die Möwe Jonathan” von Richard Bach
Ich bin bereit… bereit für Veränderung… Es ist tatsächlich so, als ob es sich um ein Eintauchen in eine andere Dimension handelte… Abschied nehmen von dem, was gewesen… in Vorfreude auf das, was kommt… Altes zurücklassen, mit liebevollen Gedanken… um Neues zu beginnen…
Ja, ich bin bereit! Und folge meiner Intuition, auf dem Weg, den mir mein inneres Licht leuchtet… ♥