In Indien saß einst ein Einsiedler am Ufer des Flusses, als er von einem jungen Mann in seiner Meditation gestört wurde. Der junge Mann kniete nieder und sagte:
«Meister, ich will euer Schüler werden.»
«Weshalb?» fragte der Meister.
«Weil ich Gott finden will.»
Der Meister sprang auf, packte den jungen Mann am Genick, zerrte ihn zum Fluss und stieß seinen Kopf unter Wasser. Nach einer Weile ließ er den jungen Mann los und zog ihn aus dem Fluss. Der junge Mann spie das Wasser aus, das er geschluckt hatte, und fing an zu husten. Ein wenig später hatte er sich beruhigt.
«Was wolltest du am meisten, als ich dich unter Wasser hielt?» fragte der Meister.
«Luft», sagte der junge Mann.
«Gut», sagte der Meister. «Geh wieder dorthin, wo du hergekommen bist, und komm zu mir zurück, wenn du Gott genausosehr willst, wie du eben Luft wolltest».
aus: “Der leere Spiegel” von Janwillem van de Wetering
Erst wenn wir wirklich, wirklich wissen und spüren, was wir wollen… und das auch wirklich, wirklich wollen… gelangen wir zum Ziel, setzen Träume um, ganz spielerisch. In der Stille, bei uns, erfahren wir, was das ist. Aber viele von uns sind ungeduldig, wollen vorher schon erfolgreich sein, am besten ganz oben auf der Karriereleiter, vergleichen sich mit anderen… und wundern sich, wenn sie scheitern…
Coache dich selbst: Geh in dich , schau dich um, achte auf die Zeichen, die du bekommst… und achte auf die innere Stimme, welche dich führt… lausche in dein Herz hinein und gehe deinen Weg ♥
Edelweiß, was willst du mehr ♥ Foto: Elisabeth Ornauer
Stille ist mehr als eine einfache Pause;
sie ist der verzauberte Ort, an dem Raum geschaffen wird, die Zeit stillsteht und selbst der Horizont weiter wird.
Pico Iyer
Da gibt es einen Platz in dir… der all das zulässt… Bist du in der Stille mit dir, bei dir, dann eröffnen sich Räume, Gedanken, Möglichkeiten, von denen du zuvor nicht einmal eine Ahnung hattest. Aber haben wir noch Zeit für Pausen dieser Art, für ein paar Minuten ohne Ablenkung, nur mit uns…!?
Gönnen wir uns solche Pausen! Sie sind wertvoller, als wir ahnen~ inmitten des Trubels und der Hektik dieser Zeit sind sie fruchtbare Oasen, die uns mit lebensspendendem Wasser versorgen und an denen wir uns laben können. Lassen wir uns überraschen von all dem, was wir dort vorfinden… ♥
Schneerose in Furth an der Triesting, Niederösterreich
Foto: Elisabeth Ornauer
Sturzbach der Gefühle
wirbelt alles
durcheinander,
lässt Tränen
die Wunden reinigen
und dann
wieder Sonne
im Herzen
Platz nehmen.
Von jetzt auf jetzt
ist alles anders.
Energie tanzt
wilde, ekstatische
Tänze,
dreht sich hinunter
und hinauf,
biegt sich
wie ein Baum
im Sturm.
Worauf
ist noch Verlass
in dieser Zeit?
Kehre ein
in dich
und werde dir
in der Stille bewusst,
dass alles gut ist.
Trotzdem.
Den Anker
und den sicheren Hafen
findest du -
in dir!
Elisabeth Ornauer
Mit diesen Worten des Zuspruchs und des Ansporns wünsche ich dir einen schönen, entspannten Wochenausklang ~ auf dass sich die Stürme in deinem Herzen legen und aufhören mögen, aufzuwirbeln und aufzumischen und Unruhe zu stiften… bei anderen und (damit auch) in dir selbst…
Hier in Wien stürmt es wie wild, und ich habe das Gefühl, dass auch die Menschen ringsum stürmisch agieren und reagieren, aufbrausend, wenn etwas nicht in ihr Schema passt. Anstatt still zu werden, hinzuschauen, hineinzuhorchen und einfach anzunehmen, was ist… Ich wünsche dir Frieden! ♥
Das Wunder bist DU
Dich anschauen
und dich auch sehen.
Mit dir reden
und dir auch zuhören.
Deine Hand nehmen
und dein Herz berühren.
Das will ich,
nicht nur zu Weihnachten.
Aber zu Weihnachten
will ich bewusst
drauf achten,
dich wahrzunehmen,
wie Gott dich gemeint hat:
Als ein Wunder,
in dem sich alles vereint,
in dem alles angelegt ist,
voll und ganz und schön:
Wie du eben bist!
So will ich lernen,
dich zu sehen.
Schön, dass es dich gibt ~
du Licht im Dunkel!
Elisabeth Ornauer
Ich wünsche dir ~ nicht nur heute ~ Momente der Freude und des Lichts… das Gefühl des angekommen-Seins, da, wo du gerade bist… Stunden mit dir, in Stille oder im Trubel, die dich erfüllen und in denen du ganz Ja zu dir sagen kannst… das Entdecken des Wunders und des Geschenks, das DU selber BIST! ♥
Fröhliche, wundersame Weihnachtstage für dich!
Schon als Kind hat mich die Legende vom hl. Nikolaus aus Myra fasziniert, all die Wunder, die in seiner Gegenwart geschehen sind, all die guten Taten, die er vollbracht hat. Und ich denke an die Nikolaus-Geschichte, die uns unsere Mama jedes Jahr vorgelesen hat, als ich noch Kind war: “Sankt Nikolaus in Not” von Felix Timmermans.
Es fielen noch ein paar mollige Flocken aus der wegziehenden Schneewolke, und da stand auf einmal auch schon der runde Mond leuchtend über dem weißen Turm.
Die beschneite Stadt wurde eine silberne Stadt.
Es war ein Abend von flaumweicher Stille und lilienreiner Friedsamkeit. Und wären die flimmernden Sterne herniedergesunken, um als Heilige in goldenen Messgewändern durch die Straßen zu wandeln – niemand hätte sich gewundert.
Es war ein Abend, wie geschaffen für Wunder und Mirakel. Aber keiner sah die begnadete Schönheit des alten Städtchens unter dem mondbeschienenen Schnee.
Die Menschen schliefen…
Ja, es war ein Abend, wie geschaffen für Wunder und Mirakel… Eine Geschichte vom hl. Nikolaus, der hilft… Eine Geschichte von einem armen Mädchen, das am Ende doch noch das Schokoladenschiff vom hl. Nikolaus bekommt, von dem sie nächtelang geträumt hat… Eine Geschichte von Hartherzigkeit, Gier und Geld, aber auch von Güte, Geben und Menschlichkeit.
Eine Geschichte, wie sie sich tatsächlich zugetragen haben könnte… und die zeigt, was wirklich zählt, und wie schön es ist, andere Menschen glücklich zu machen. Ich bin jedesmal aufs Neue berührt ~ ich habe diese Geschichte heute schon gelesen und gehe mit diesen schönen Gedanken in den Tag…
Alles Liebe vom Nikolo! ♥
Wenn ich den anderen Respekt erweise, dann wecke ich auch den Respekt mir gegenüber. Das ist eine überraschende Erkenntnis. Normalerweise ärgern wir uns darüber oder leiden darunter, dass uns zu wenig Respekt erwiesen wird, und wir fragen uns, wie man das ändern kann, wie man sich selbst Respekt verschaffen kann.
Die Antwort ist: im Grunde gar nicht! Ich kann den anderen nicht zwingen, dass er mich respektiert, Respekt beruht ja gerade auf der freiwilligen Anerkenntnis. Natürlich kann ich dafür Tricks benutzen, zum Beispiel durch Statussymbole. Ein großes Auto oder ein luxuriöses Haus verschafft Respekt.
Aber ich kann dadurch niemanden dazu bringen, mich wirklich zu respektieren. Vielleicht wird der andere mich dafür sogar missachten. Das Einzige, was Respekt hervorbringt, ist der Respekt. Respekt antwortet sozusagen auf Respekt.
aus: “Respekt. Die Kunst der gegenseitigen Wertschätzung” von Mauritius Wilde
Das Gesetz der Resonanz wirkt allüberall *lächel* Wie man in den Wald hineinruft… und dennoch passiert es immer wieder, dass Leistung von uns nicht anerkannt wird und dass wir sauer sind. Dann stelle ich mir folgende Fragen: Respektiere ich mich selbst? Für wen erbringe ich meine Leistung? Mache ich das freiwillig oder nur, um zu gefallen!?
In der Stille, in mich hineinfühlend und hineinschauend, finde ich die Antworten… manchmal auch im Gegenüber. Und wenn ich das ~ anstatt misszuverstehen ~ richtig zu deuten weiß, habe ich mehr davon und mir wird so einiges klar… über mich und über das, was rund um mich geschieht…
Auch wenn sich nicht nur die Frage stellt, warum ich etwas anziehe in meinem Leben, etwas in mein Leben ziehe. Meine Reaktion auf das, wie sich andere mir gegenüber verhalten, ist spannend und aufschlussreich… Wie es Safi Nidiaye in “Wieder fühlen lernen” so schön formuliert…
Ich habe mich für ein Leben
in Luxus entschieden.
Wann immer ich will,
lasse ich mich
ganz einfach
vom Boden tragen
oder nehme ein Bad
in der Stille.
Hubert Feurstein
Ich lebe im Luxus! Was für ein wunderbares Leben ~ und ich kann mich in jedem Augenblick dafür entscheiden, für mein Leben in Luxus! Durch die Konzentration auf meine bewusste Wahrnehmung, im Hier und Jetzt, durch Lenkung meiner Achtsamkeit darauf, was ist… Ich übe mich darin… und genieße diesen, meinen Luxus… *lächel*
Von Herzen, Elisabeth ♥
Ihre Zeit ist begrenzt, verschwenden Sie sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen gefangen nehmen – das würde bedeuten, mit dem zu leben, was andere Leute erdacht haben. Lassen Sie nicht zu, dass der Lärm, den die Meinungen anderer erzeugen, Ihre innere Stimme, die Stimme Ihres Herzens, Ihre Intuition überdröhnt.
Steve Jobs
In der Stille finden wir… wieder zu uns… abseits vom Lärm der anderen, abseits von der Bilderflut, die auf uns einströmt, abseits vom Tempo der Zeit… denn in unserem Herzen ticken die Uhren anders… tief in uns… hören wir hin, ganz genau, wonach unser Herz verlangt…
Gestern habe ich einen französischen Film im Kino gesehen, der mich unendlich berührt hat ~ “Vergiss mich nicht“… Eine erfolgreiche 40-jährige Karrierefrau erhält Briefe, die sie in ihrer Kindheit bei einem Notar in ihrem Heimatdorf abgegeben hat, damit er sie ihr an ihrem 40. Geburtstag zukommen lasse…
Wenn wir die Stimmen in uns zu überdröhnen versuchen, kommen wir von unserem Weg ab… Unser inneres Kind kann uns wieder da hin zurückführen, zu unseren Träumen und Wünschen und Fähigkeiten, wenn wir ihm die Chance geben und zuhören… eine Gabe, die viele von uns bereits verlernt haben…
Von Herzen, Elisabeth ♥

Foto: “Vergiss mich nicht”, www.kino.de
Die Menschen schreien, wenn ihre Herzen nicht in Übereinstimmung sind.
Sie sprechen normal, wenn sie in Harmonie sind.
Aber wenn zwei Herzen wirklich eins sind, dann bedarf es überhaupt keiner Worte.
So funktioniert der Weg des Herzens.
In der Stille wirst du deine Seele finden,
sie ist die Liebe, die dich aus deinem Herzen her leitet.
Deepak Chopra
Hier ist sie wieder, die Liebe… und das Herz… und die Seele… und alle sind sie da, wenn du in dich gehst und die Stille nicht bloß aushältst, sondern gar genießt, nicht nur mit allen Sinnen, sondern das Unsichtbare wahrnehmend, das sich in ihr verbirgt, wie ein kostbarer Edelstein…
Was du dann zu entdecken bereit bist… ist jetzt noch ein Geheimnis… denn das, was wir sehen, spüren, wahrnehmen, ist für jeden anders und anders schön und anders wichtig… und selbst, wenn wir bereit sind… wir entdecken das, was unser Herz, was unsere Seele zu entdecken bereit ist…
Und manchmal bekommen wir etwas ganz anderes… und manchmal wird unsere Erwartung übertroffen… und manchmal erkennen wir, dass unsere Wünsche trotzdem in Erfüllung gegangen sind, auch wenn wir denken, etwas anderes erhalten zu haben… und dann erkennen wir, dass es trotzdem gut ist und dass es trotzdem ein Ja ist, ein Ja zum Leben…
Von Herzen, Elisabeth ♥
Wenn es nur einmal so ganz still wäre.
Wenn das Zufällige und Ungefähre
verstummte und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch, das meine Sinne machen,
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen – :
Dann könnte ich in einem tausendfachen
Gedanken bis an deinen Rand dich denken
und dich besitzen (nur ein Lächeln lang),
um dich an alles Leben zu verschenken
wie einen Dank.
Rainer Maria Rilke
In dieser Stille liegt alles… da bin ich ganz bei mir, bei meinem Kern, erfüllt von mir und dem Schlagen meines Herzens, dessen Stimme ich lausche. Ich könnte auch sagen, ich bin im Alphazustand und spüre gleichzeitig, wie sich beim Schreiben dieses Wortes die wohligen Wellen in mir ausbreiten und mich so viel Gutes fühlen lassen, und ich sehe Bilder, höre, rieche, schmecke…
Alles liegt auch im Hier und Jetzt, in diesem Moment, der genau jetzt stattfindet, lächelnd. Fern vom Denken trotzdem einen Gedanken hegen, der mir Kraft gibt und der mich eins sein lässt, mit mir selbst und mit allen anderen. Ich habe mich gefunden… in der Stille… bei mir… eins mit allem, was lebt… dankbar für diese Erkenntnis… und dankbar dafür, was in meinem Leben ist…
Von Herzen, Elisabeth ♥