Ein Mäuschen lief über einen schlafenden Löwen. Der Löwe erwachte und ergriff es mit seinen gewaltigen Tatzen.
“Verzeihe mir”, flehte das Mäuschen, “meine Unvorsichtigkeit, und schenke mir mein Leben, ich will dir ewig dafür dankbar sein. Ich habe dich nicht stören wollen.”
Großmütig schenkte er ihr die Freiheit und sagte lächelnd zu sich, wie will wohl ein Mäuschen einem Löwen dankbar sein.
Kurze Zeit darauf hörte das Mäuschen in seinem Loche das fürchterliche Gebrüll eines Löwen, lief neugierig da hin, von wo der Schall kam, und fand ihren Wohltäter in einem Netze gefangen. Sogleich eilte es herzu und zernagte einige Knoten des Netzes, sodass der Löwe mit seinen Tatzen das übrige zerreißen konnte. So vergalt das Mäuschen die ihm erwiesene Großmut.
Selbst unbedeutende Menschen können bisweilen Wohltaten mit Wucher vergelten, darum behandle auch den Geringsten nicht übermütig.
Aesop
Unterschätze niemals dein Gegenüber… jeder Mensch hat seine ganz eigenen Stärken… finde sie und stärke sie weiter… Wir wissen nicht, wie stark wir wirklich sind – aber wir SIND es, da liegt Wunderbares in uns verborgen. Und unsere Stärke hängt weder von unserer Muskelkraft, noch von unserer Erscheinung oder von unserer Intelligenz ab – sondern davon, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und dort genau die passende, richtige Fähigkeit einbringen zu können. Dann ist alles einfach… *lächel*
Fröhliche Herzensgrüße, Elisabeth ♥
…und wenn du es wieder mal müde bist,
wie eng und begrenzt dein Leben ist,
und die ganze Erde erscheint dir fast
umsponnen von einem grauen Netz,
in dem du dich hilflos verfangen hast,
ein Netz aus Gewohnheit, Gewalt und Gesetz
ein Netz aus Grenzen von Staat zu Staat
Grenzen aus Dummheit und Stacheldraht,
Grenzen des Geldes, begrenzte Zeit,
und die Grenzen der eigenen Fähigkeit…
…und wenn du dich wieder mal wund gestossen
an den Gitterstäben, den kleinen und großen,
und du weißt genau: Du kommst nie mehr vom Flecke,
du bleibst gefangen im engen Raum,
dann hockst du dich nieder in deiner Ecke
und träumst den alten Traum:
Da breitest du weit deine Arme aus -
und ein tiefer Atemzug!
Du schwingst dich empor über Straße und Haus
im traumhaften Vogelflug.
Du fliegst und du fliegst und du brauchst kein Ziel,
das Dasein selbst ist Glück!
Keine Grenze dort unten bekümmert dich viel,
du möchtest nie zurück.
Es ist alles so einfach. Du wunderst dich kaum.
Und du weißt in deinem Traum:Es ist kein Traum!
Und du fragst dich, warum man es je vergisst,
warum man nicht glaubt daran,
dass man immer so frei wie ein Vogel ist
und in Wahrheit fliegen kann.
Michael Ende
Warum vergesse ich das nur immer wieder…!? Es gibt viele Gründe… Und deswegen bin ich dankbar dafür, jetzt wieder daran erinnert zu werden, zur rechten Zeit… Ich breite meine Flügel aus und schwinge mich empor, bis zu den Sternen – und betrachte von da oben aus alles, was an Sorgen und Problemen da unten zurück geblieben ist . Von da oben sieht all das so klein und nichtig aus… dieser Blickwinkel wirkt Wunder… In Frieden segle ich durch die Lüfte und weiß und spüre, die Grenzen setze ich nur mir selbst…
Von ♥en, Elisabeth
Jeder Mensch kann alles,
aber er muss auch zu allem bereit sein.
Ich bin bereit. Ich bin bereit, zu handeln und zu geben. Ich bin bereit, mich zu öffnen,
dir die Hand zu reichen und dir zu verzeihen. Ich bin bereit, nachzugeben.
Die Berge rund um uns sind manchmal sehr hoch, aber ich bin bereit, sie zu besteigen
und dann auf ihrem Gipfel zu tanzen – ich bin jedoch auch bereit, wieder hinabzusteigen
in das Tal, wenn es sein muss auch ganz tief, um bis an den Grund des Sees zu tauchen.
Ich bin bereit, mich fallen zu lassen, auch ohne Netz, voll Vertrauen. Ich bin bereit, Ja
zu sagen, auch wenn ich ein trotziges Nein sagen möchte und das Nein in meinen Gedanken
immer mehr zu einem Ja werden zu lassen.
Ich bin bereit zu bleiben, und ich bin bereit zu gehen. Alles zu seiner Zeit.
Ich bin bereit, zu lieben…
Ich bin bereit. Zu allem. Ich bin zu allem bereit. Und die Türen öffnen sich…
Von ♥en, Elisabeth
Man sollte Kinder
lehren
ohne Netz
auf einem Seil zu tanzen
bei Nacht allein
unter freiem Himmel zu schlafen
in einem Kahn
auf das offene Meer hinauszurudern
Man sollte sie
lehren
sich Luftschlösser
statt Eigenheime zu erträumen
nirgendwo sonst
als nur im Leben zu Hause zu sein
und in sich selbst
Geborgenheit zu finden
H.H. Dreiske
Kindern vertrauen… auch hier… Mut zusprechen… Kindern vermitteln
und ihnen vertrauen, dass sie sich selbst vertrauen können, dass sie das
Richtige tun, dass es gut ist, was sie tun…
Und das auch immer wieder zu dem Kind IN dir sagen! Am Allerbesten
bei genau diesem Kind in dir beginnen! Sich darauf einlassen und es
zulassen… Sich dem Leben vertrauensvoll hingeben… sich selbst bewusst
sein, sich selbst vertrauen…
Von ♥en, Elisabeth