Neu bist du,
wenn du staunst, weil jeden Morgen Licht da ist;
wenn du glücklich bist,
weil deine Augen sehen, deine Hände fühlen
deine Füße laufen;
wenn du singst, weil dein Herz schlägt.
Neu bist du,
Wenn du weißt, dass du lebst;
Wenn du dir bewusst machst,
dass heute der erste Tag
vom Rest deines Lebens beginnt.
Neu bist du,
wenn du mit reinem Blick
auf Menschen und Dinge schaust,
wenn du noch lachen kannst,
wenn du dich freuen kannst
über die einfachen, kleinen Blumen
am Weg deines Lebens.
Phil Bosmans
So sind wir ~ jeden Tag neu! Uns ent-faltend, erwachend und erwacht, staunend wie ein Kind, weil wir schauen mit den Augen eines Kindes. Neu sind wir, weil wir jeden Tag neugeboren werden und jeden Tag neu starten können, daran denkend, was er uns Gutes bringen mag.
Wahrnehmend, was wir alles haben… alles, was wir bisher als selbstverständlich angenommen und nie bedacht haben… Das alles macht uns voll und ganz, das alles macht unser Glück aus… wenn wir sehen, wie reich wir beschenkt SIND ♥ Und die Freude am Leben wächst… von Tag zu Tag…
Foto: Elisabeth Ornauer
Achte gut auf diesen Tag,
denn er ist das Leben -
das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf liegt alle Wirklichkeit
und Wahrheit des Daseins.
Die Wonne des Wachsens – die Größe der Tat -
die Herrlichkeit der Kraft.
Denn das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch – recht gelebt -
macht jedes Gestern zu einem Traum voller Freude
und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.
Darum achte gut auf diesen Tag.
Rumi
Ganz bewusst setze ich Schritt vor Schritt, ohne zu laufen, ohne zu hetzen, denn das bringt mich nicht weiter. Bewusste Schritte sind in der Gegenwart, im Augenblick, im Jetzt verankert. Bewusst-sein bedeutet nicht, (lange) darüber nachzudenken, sondern einfach ganz zu sein, da zu sein, wahrzunehmen und zu spüren.
Das Leben findet hier und jetzt statt. Ich achte nicht nur gut auf diesen Tag, sondern ich achte diesen Tag und alles, was mir begegnet. Achtsamkeit schenke ich all meinem Tun und meinen Worten. Ich liebe das Leben. Und mit Achtsamkeit LEBE ich das Leben auch ♥
Foto: Elisabeth Ornauer
Mein Traum: Wir sitzen alle im selben Boot. Menschen, die zusammen fahren. Die Sonne tanzt am Himmel, die Fische tummeln sich im Meer. Alle Menschen – Geschwister im selben Boot: Schwache und Starke, Schwarze und Weiße, Große und Kleine, Arme und Reiche.
Menschen, die zusammen fahren, auf demselben Meer der Welt, unter derselben Sonne, in demselben Wind. Da ist keiner mehr, der kaputt gemacht wird. Keiner wird mehr über Bord geworfen, keiner landet mehr im letzten dunklen Loch, um dort vor Hunger zu sterben.
Es gibt keinen Krieg um die Kommandobrücke des Schiffes. Übers Deck laufen Leute mit einem Lied. An Bord dieses Schiffes ist jeder sicher und geborgen.
Phil Bosmans
Ein Traum… dem wir näher rücken, wenn jeder bei sich selbst beginnt…und ist nicht JETZT genau die richtige Zeit dafür? Die stille, besinnliche Adventzeit, wo wir einander Licht sein können und Liebe verbreiten…
Dieses Lied des Friedens und der Liebe, es tönt bereits über die Dächer, in die Häuser und mitten in die Herzen der Menschen… eine Sonne am gemeinsamen Himmel, ein Mond… das haben wir bereits… So lasst uns genau hinschauen und sehen, dass wir bereits eins SIND… ♥
Die Laufstrecke ist dieselbe wie immer. Nur schüttet es heute wie aus Schaffeln. Rein in die wasserdichten Laufschuhe und ab in den Wald. Die Vorfreude ist größer, meine geliebten Feuersalamander zu sehen, die in dieser Gegend eher rar sind. Doch bei Regen kommen sie hervor, vereinzelt.
Ich laufe los und spreche einen Wunsch aus: „Heute will ich beim Laufen zwei bis drei Feuersalamander sehen!“ Gesprochen, gefühlt, los geht´s. Bereits nach wenigen Metern im Wald begegnet mir tatsächlich das erste Prachtexemplar, leuchtend im Nass, majestätisch. Große Freude. „Du bist der Erste!“, rufe ich aus, voll Freude, laufe weiter.
Nachdem ich rund 40 Minuten gelaufen war, wurde mir bewusst, dass ich zu viel verlangt hatte, auf dieser Strecke kommen die Feuersalamander nicht gar so häufig vor. Bescheiden hätte ich sein sollen, sagte ich mir, ich hätte mir von Anfang an wünschen sollen, zumindest einen Feuersalamander zu sehen, dann wäre ich am Ende nicht enttäuscht, sondern sogar erfreut, dass ich wenigstens einen gesehen hatte. Und nun hatte ich diesen großen Wunsch geäußert und sah kein weiteres Tier mehr, die Enttäuschung bei der Erwartung war vorprogrammiert.
Da spürte ich in mir eine tiefe Demut und Dankbarkeit, dass ich dieses eine Tier gesehen habe! Die Freude breitete sich in mir aus, ich begann sogar zu singen. Und schon nach ein paar Minuten sah ich plötzlich den zweiten Feuersalamander aufleuchten, fühlte wiederum die Dankbarkeit, die Freude war umso größer, da ich mich schon mit dem Sehen des einen Tieres zufrieden gegeben hatte.
Ruhe in mir. Freude in mir. Dankbarkeit in mir. Zwei Feuersalamander, Herz, was willst du mehr? Dankbar für das, was ist, setze ich meine Laufstrecke fort. Und wieder ein paar Meter weiter erstrahlte der dritte Salamander, aus dem dunklen Erdmatsch auftauchend.
Brauche ich noch mehr zu sagen, zu schreiben? Überglücklich lief ich weiter. Denn ganz ohne Erwartungen hatte ich auf einmal mehr gesehen, als ich es mir wünschte oder ausmalte.
Was ich gelernt habe? Wenn ich nichts erwarte und trotzdem dankbar bin für das, was zu mir kommt, werde ich weit mehr positiv überrascht und beschenkt und erlebe wahre Wunder. Denn Wünsche werden wahr, wenn ich sie loslasse…
Von Herzen, Elisabeth ♥

Bildquelle: Bird Holidays
Da sitzt es
das kleine Häschen
verschreckt
und erschöpft wirkend.
Als ob es weit, weit
gelaufen wäre
um hier und jetzt
Freude zu bereiten!
Ich schließe meine Augen
und streichle
in Gedanken
über das weiche Fell
dankbar
von innen heraus
strahlend.
Weil ich ihn gesehen habe
den Osterhasen.
Vor mir sitzend
im grünen Gras
zwischen bunten Blumen
sich ausruhend
von den Strapazen
der vergangenen Tage…
Wundersame
Begegnung
des Augenblicks.
© Elisabeth Ornauer
Träumend, sinnierend, die Natur genießend, Tiere und Pflanzen beobachtend… Was ist Sein und was ist Schein…!? Oft male ich mir in meiner Fantasie alles bunt aus und lasse es einfach wirken… und genieße, was IST, ohne danach zu fragen, ob das wahr ist oder nicht… denn um wessen Wahrheit handelt es sich… ganz gleich… LEBEN! Wie neugeboren…
Von Herzen fröhliche Ostern, Elisabeth ♥
In den vergangenen Jahren habe ich den besten Personal Trainer kennenlernen dürfen, den man sich nur vorstellen kann: Das Leben, die Natur und mich selbst ~ ein geniales Team.
Heute Morgen ging ich bei strahlendem Sonnenschein aus dem Haus. Trotz Bauchschmerzen und einer unruhigen Nacht, die Bilder vom Wald, von der erwachenden Natur waren stärker, Waldbodenduft in der Nase, das Wohlgefühl der Bewegung eingespeichert, tief drin.
Ein Leichtes bei Sonnenschein Laufen zu gehen!
Nichts motiviert leichter als das. Doch als ich meine Runde durch den Wienerwald ansetzte, blickte ich ~ das Himmelblau im Rücken ~ in eine rabenschwarze Wolkenfront, die sich mir näherte. Das machte mir noch nichts aus, ich startete los, genoss jeden Schritt, jeden Atemzug, jeden Lufthauch, jedes Reh auf der Wiese.
Plötzlich begann es aus fast heiterem Himmel zu hageln, zum Teil ziemlich heftig. Doch trotz all dieser Erschwernisse und Hindernisse ließ ich mich nicht beeinflussen und dankte dem Himmel für dieses Training
Klar lag es auch und vor allem an mir selbst, denn ich hätte jederzeit abbrechen können.
Aber die Freude in mir war so groß, dass ich weiterlief. Das ist die Freude an der Natur, meiner Lehrerin und Trainerin, die mich sicher führt… so sicher, wie ich selbst bin… danke *lächel* Mental bin ich gewachsen in den letzten Monaten… am Leben selbst…
Von Herzen sonnige Grüße, Elisabeth ♥
Eine lange Pause
hat es gegeben.
krankheitsbedingt
erschöpfungsbedingt
antriebslosigkeitsbedingt.
Und nun ist nicht nur
der Frühling erwacht
sondern mit ihm
alle Geister
die laut
förmlich
nach Bewegung
schreien.
Das Gefühl
des Sportschuhs
an meinem Fuß
ist noch
ungewohnt.
Motiviert
durch Vogelgezwitscher
lege ich los
ich kann mich
nicht blamieren
bei so viel Publikum
das allüberall
in den Zweigen sitzt.
Und als meine Füße
den Waldboden
berühren
bemerke
ich plötzlich
wie sich meine Füße
von ganz alleine
zu bewegen
beginnen
mit Leichtigkeit
und Freude.
Und das Strahlen
breitet sich
in meinem Körper aus
und wird
durch mein Lächeln
in die Welt getragen.
Bewegung löst.
Bewegung befreit.
Bewegung be-glückt…
E.O.
Lass dich bewegen von dem, was dich ohnehin bewegt. Und lass diese Bewegung in eine gute Richtung gehen, die dich weiterbringt… spielerisch… zu mehr Freude, zu mehr Liebe, zu mehr Glück… alles liegt in dir…
Von Herzen einen wunder-vollen Wochenstart für dich, Elisabeth ♥
Hinaus ins Grüne, das noch Braun scheint, weiß getupft, eisig durchzogen und doch von einzelnen Primeln durchsetzt. In den geliebten Lainzer Tiergarten in Wien, wo ich im Herbst unzählige Wildschweine zählte bei meinen Morgenläufen ~ und wo ich immer wieder einem Fuchs begegnete, der sich als mein Krafttier outete
Sonntagmittag. Viele Menschen zieht es hinaus an die Sonne und in den Lainzer Tiergarten. Trotz eisiger Temperaturen im Frühling. Nur ein Wildschwein will ich gerne sehen heute, dachte ich. Für gewöhnlich zeigen sie sich am Morgen und am Abend, tagsüber sieht man sie kaum.
Doch mein Wunsch erfüllte sich: Ein Wildschwein graste nicht weit, und auf dem Weg begegnete mir noch eines und sogar noch eines. Und auf einer großen Wiese sah ich Rehe. An den Fuchs dachte ich auch. Aber ebenso: Es ist zu kalt, er wird schlafen in seinem warmen Bau, er wird sich ~ wenn, dann ~ erst abends zeigen. Und doch auch: Er ist da, ich spüre ihn, ich will ihn so gerne wiedersehen…
Und so spazierte ich dahin, an den Fuchs denkend, hoffend und wünschend. Da kam ich an die weite Wiese, wo ich ihn immer wieder sah. Die Wiese war leer. Weit und breit kein Fuchs zu sehen, nicht einmal ein Wildschwein… Ich seufzte und hatte zugleich wieder dieses Gefühl… diese Gewissheit, ihn zu sehen…
Als ich in den Weg einbog, der die Wiese umfasste… da sah ich ihn plötzlich… die Wiese hinunterlaufen… direkt auf mich zu… Ich hielt den Atem an… ganz knapp vor mir überquerte er den Weg… und ich hatte das Gefühl, dass er kurz innehielt und mich anblickte, ehe er auf der anderen Seite im Wald verschwand…
Obwohl ich die Kamera dabei hatte, war es mir wichtiger, den Fuchs zu spüren und zu sehen, anstatt ihn auf einem Foto festzuhalten… Da war es, das Wunder… das Wunder an einem Sonntag im März… Und ich stand noch eine ganze Weile lächelnd und staunend und dankbar da… und lächelnd setzte ich meinen Weg fort… wissend, dass uns etwas verbindet… den Fuchs und mich…
Ich wünsche dir eine wundersame, wunder-volle neue Woche!
Von Herzen, Elisabeth ♥
Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, aber nicht, um aufzugeben.
Augustinus Aurelius
Ja, weite Strecken bin ich bereits gegangen, manchmal sogar gelaufen, steil hinauf und wieder hinab… Ich habe gelernt, den Weg zu genießen, mit all seinen Steinen und und auch mit den Blumen am Wegesrand… Ich habe gelernt, Atem zu schöpfen, im Augenblick zu leben und mich an allem zu erfreuen, was da ist, und dafür dankbar zu sein… Ich habe gelernt, zu verweilen und mich zu stärken, bevor es weitergeht… frohen Mutes…
Halte durch und stärke auch du dich – von Herzen, Elisabeth ♥

Foto: Tambako the Jaguar
Seit einiger Zeit gehe ich frühmorgens – anstatt im Wald – im Schönbrunner Schlosspark Laufen. Und ich habe hier Begegnungen der anderen Art. Graureiher und Komorane begrüßen mich im morgendlichen sanften Schein des Sonnenlichtes am Wasser hinter der Gloriette.
Eichkatzerl gibt es hier beinahe wie Sand am Meer.
Sie sind unglaublich zahm und sehr neugierig und kommen ganz, ganz nahe heran, auch auf Tuchfühlung
Manche sind sogar echt witzig, richtige Komiker, die mich zum Lachen bringen und einige Kunststücke darbieten… Fast so wie der kleine Fussball-Star…
Von Herzen einen fröhlichen und sonnigen Samstag für dich – Elisabeth ♥