Mein Herz schreibt ein Buch zur Flüchtlingsthematik

Mein Herz schreibt ein Buch zur Flüchtlingsthematik

So, jetzt muss es raus, es arbeitet seit Tagen in mir… ich schreibe zur Zeit an zwei Geschichten für (kleine und große) Kinder zur Flüchtlingsthematik!

Mein Beweggrund:

In Syrien wütet ein unerbittlicher Krieg. Hunderttausende Menschen sind gezwungen ihre Heimat zu verlassen, um diesen Gräueln zu entkommen. Das Erstaufnahmelager in Traiskirchen (Niederösterreich) ist übervoll, hunderte Menschen, vor allem unbegleitete Minderjährige, schlafen im Freien, ohne Dach über dem Kopf. Sie verlassen Hals über Kopf ihre geliebte Heimat und gehen in die Fremde, ohne zu wissen, was sie erwartet, nur mit den Sachen bei sich, die sie am Leibe tragen. Auf ihrer Flucht erleben sie furchtbare Dinge und sehen sich immer wieder mit Tod und Verlust konfrontiert. In „Sicherheit“ angekommen, geht das Kämpfen weiter: Um Essen, um einen Schlafsack, um eine Jacke…

Ich war im Flüchtlingslager, habe in flehentlich bittende Augen gesehen, habe den Schmerz und die Trauer über das Erlebte herausgelesen und will diese Geschichte(n) über ein Flüchtlingskind allen Menschen widmen, die auf der Suche nach Heimat sind. Ein Großteil der Einnahmen soll an unbegleitete junge Flüchtlinge gehen, damit sie eine Zukunft haben.

Diese Geschichte ist für alle Menschen, die verstehen und die verstehen wollen und für jene, die bis jetzt weggesehen haben… und sie soll zeigen, dass es immer weitergeht und wie wichtig es ist, dass wir uns unsere Träume bewahren und unseren Glauben an das Gute. Und dass es immer Menschen gibt, die für uns da sind, auch in größter Not und wenn wir gar nicht damit rechnen, und die uns eine neue Heimat geben können, weil unser Herz bei ihnen ein neues Zuhause findet…

Die Geschichte ist frei erfunden, auch die Figuren und deren Namen und in Anlehnung an das entstanden, was ich gesehen, gelesen und gehört habe.

Mehr dazu in Kürze…

Eine Geschichte zum Nachdenken

Eine Geschichte zum Nachdenken

Eines späten Nachmittags kommt ein Mann von der Arbeit nach Hause und findet das totale Chaos vor. Die Kinder sind noch im Schlafanzug und spielen im Vorgarten im Matsch. Überall im Gras verstreut liegen leere Packungen und Papier von Süßigkeiten. Die Türen am Auto seiner Frau stehen weit offen, auch die Haustür ist sperrangelweit auf, und der Hund ist nirgendwo zu sehen.

Als der Mann in den Flur tritt, sieht er, dass eine Lampe umgefallen ist und der Läufer zusammengeknüllt an der Wand liegt. Im Wohnzimmer plärrt das Fernsehen laut, und im Esszimmer liegen überall Spielzeug und Klamotten verstreut. In der Küche stapelt sich das Geschirr in der Spüle, die Reste vom Frühstück stehen noch auf dem Tisch, Hundefutter liegt auf dem Boden, ein zerbrochenes Glas unter dem Tisch, und an der Terrassentür liegt ein Haufen Sand.

Schnell läuft er die Treppe hoch, um seine Frau zu finden und muss dabei über Spielzeug und weitere Klamottenhaufen steigen. Als er am Bad vorbeigeht, läuft ihm Wasser entgegen. Als er ins Bad geht, sieht er einen Haufen nasse Handtücher, Seife und Spielzeug auf dem Boden. Vor der Toilette liegt abgerolltes Toilettenpapier, und Zahnpasta ist über den Spiegel und über einen Teil der Wand verschmiert.

Er rast ins Schlafzimmer und findet seine Frau im Schlafzimmer, im Bett liegend und ein Buch lesend. Sie sieht ihn lächelnd an und fragt, wie sein Tag gewesen ist. Er sieht sie verwirrt an und fragt: „Was ist denn heute hier passiert?“ Sie lächelt wieder und antwortet: „Jeden Tag, wenn du nach Hause kommst, fragst du doch, was ich um Himmels Willen den ganzen Tag gemacht habe.“ „Ja, und?“, sagt er entsetzt. Sie antwortet: „Heute habe ich mal nichts gemacht!!!“

Verfasser mir unbekannt

So schaut´s aus! *lach* Die Vormittage verfliegen, wo meine Kleine im Kindergarten ist und ich meine Arbeit machen kann. Texten, Einkaufen, Aufräumen, Wäsche Waschen und und und… Und trotzdem habe ich oft das Gefühl, es ist noch zu wenig und ich bin gar nicht dazugekommen, meine Texte fertig zu schreiben. Oft sitze ich dann abends bis spätnachts immer noch am Schreibtisch, obwohl ich todmüde ins Bett fallen könnte… Und oft habe ich das Gefühl, dass gar nicht gesehen wird, was ich alles mache…

Ich schalte ein paar Gänge zurück. Und manchmal habe ich auch schon einiges liegen gelassen, damit es gesehen wird 😉 Aber ich habe gelernt, dass es auch nicht perfekt ok und gut ist 🙂 Vor allem, wenn ich daran denke, was wirklich wichtig ist und was ich in der Zeit stattdessen tun könnte. Ich bin zwar Mutter, aber auch nur ein Mensch 😉 und ich lerne, dass auch meine Bedürfnisse zählen und dass es ok ist, wenn ich auch auf mich selbst achte. Dass das sogar ganz besonders wichtig ist, auf sich selbst zu achten… ♥

Eine Schneegeschichte

„Weißt du, was eine Schneeflocke wiegt?“, fragte ein Eichhörnchen eine Taube.

„Nicht mehr als nichts“, lautete die Antwort der Taube.

„Dann möchte ich dir jetzt eine erstaunliche Geschichte erzählen“, sagte das Eichhörnchen:
„Ich saß einmal auf dem Zweig eines Tannenbaumes, als es langsam und leise anfing zu schneien. Da ich gerade nichts anderes zu tun hatte, fing ich an, die Schneeflocken zu zählen, die vor mir auf die Tannennadeln des Zweiges fielen. Ich war gerade bei Nummer 3.741.952 angelangt, als die 3.741.953 Schneeflocke auf den Zweig fiel. Nicht mehr als nichts, sagst du, aber der Zweig brach ab.“

Mit diesen Worten verschwand das Eichhörnchen in den Wipfeln der Bäume.

Die Taube dachte eine Weile über die Geschichte nach und sagte dann zu sich selbst: „Vielleicht brauchen manche Dinge im Leben wirklich nur noch die eine Stimme eines Einzelnen, um etwas zu bewirken.

Quelle: Sinnige Geschichten

Jeder von uns kann dieser eine sein, dessen Stimme im wahrsten Sinne des Wortes ins Gewicht fällt. Jeder von uns IST dieser eine, auf den es ankommt! Denn jeder einzelne ist wichtig und Teil dieses großen Ganzen. Das wird mir immer klarer. Das spüre ich… nicht nur, wenn ich gen Himmel blicke oder von der Gloriette in Schönbrunn oder vom Wilhelminenberg oder von der Perchtoldsdorfer Heide auf Wien, meine schöne Heimatstadt.

Wie gut, dass ich das jetzt wieder öfter gemacht habe, diese erhöhten Orte aufgesucht, um Weite zu sehen, zu fühlen und zu schnuppern. Um zu sehen, wie weit der Horizont ist und dass er noch viel weiter ist. Und um zu sehen, dass es ganz leicht ist, über den Tellerrand hinauszuschauen.

Danke dafür. Danke, dass ich eine Ahnung bekomme davon und dass mir das Berge gibt und dass ich es weitergeben darf ♥

 

Das Licht

Das Licht

Es war einmal ein Junge, der einen weiten Weg im Dunkeln laufen musste, um in sein Dorf zu gelangen. Er hatte eine Laterne bei sich, die aber nur wenig Licht gab, sodass die Dunkelheit ihn beängstigte und er daran zweifelte, ob er seinen Weg wohl finden würde. Da kam ihm ein alter Mann entgegen und fragte, warum er denn so zögernd vorwärts lief.

Der Junge antwortete, er habe Angst, mit einer Laterne, die nur zwei Meter schien, im Dunkeln zu laufen.

Der alte Mann lächelte und sagte: „Auch das Licht geht mit jedem Schritt, den du gehst, mit dir mit. Es wird dir immer zwei Meter vorausleuchten. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen und kannst deinen Weg in Ruhe und Vertrauen weitergehen.“

Das tat der Junge auch und er erreichte sicher und wohlbehalten sein Ziel.

Quelle: Sinnige Geschichten

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um wieder zu innerer Ruhe zu finden und das Vertrauen wahrzunehmen, zu spüren und sich fallen zu lassen. Es ist nur die Angst davor, im Dunkeln zu tappen, die uns nicht weitergehen lässt oft. Dabei sind wir das Licht, das Licht ist in und mit uns, und daher ist es immer da, wo auch immer wir sind. Vertrauen wir darauf, und machen wir den nächsten Schritt, und noch einen… voran, voran!

Ich habe zur Zeit wahrlich die beste Lehrmeisterin, die man sich vorstellen kann ~ meine Tochter, die gestern fünf Monate alt geworden ist! Tag für Tag macht sie mutig ihre kleinen Schritte nach vorne, ohne zu wissen, wohin es geht, sie hat einfach daran Freude, zu tun, auszuprobieren. Und im Moment ist sie dabei, alles rund um sie zu be-greifen, mit ihren kleinen Händen und mit ihrem Mund und ihrer weichen Zunge.

Es ist… ein Wunder… an das wir ruhig glauben dürfen, weil wir alle selbst einmal so klein angefangen haben… voller Vertrauen, ohne nachzudenken, einfach im Sein und im Hier und Jetzt… ♥

Die Grossmutter

Die Grossmutter

Eine Großmutter ist eine Frau, die keine Kinder hat und deswegen die kleinen Jungen und Mädchen von anderen Leuten lieb hat.
Großmütter haben eigentlich nichts zu tun. Sie müssen nur da sein. Weil sie alt sind, dürfen sie keine wilden Spiele machen, aber das brauchen sie auch nicht. Es ist genug, wenn sie uns auf den Jahrmarkt mitnehmen und genug Geld dabei haben. Meistens sind Großmütter dick. Aber so dick auch wieder nicht, dass sie einem nicht die Schuhe zubinden können. Sie haben eine Brille und ganz ulkige Unterwäsche. Richtige Großmütter können ihre Zähne aus dem Mund nehmen. Großmütter reden richtig mit uns. Nicht solch komische Babysprache wie die Leute, die uns besuchen kommen und die man immer so schlecht versteht. Wenn Großmütter uns was vorlesen, ist das richtig schön. Sie lesen ein und dieselbe Geschichte auch immer wieder vor, wenn man das will.
Ich kann jedem empfehlen, eine Großmutter zu haben, vor allem, wenn man keinen Fernseher hat. Schließlich sind Großmütter die einzigen Erwachsenen, die Zeit haben.


~aus einem Kinderaufsatz~

Soeben ist unsere kleine Maus vier Monate alt geworden… und soeben kamen wir aus Salzburg zurück, wo wir bei ihren Großeltern zu Besuch waren… Es war so wunderschön, die Verbindung zu sehen und zu spüren… Es ist wunderschön, Großeltern zu haben, ganz besonders Großmütter.

An meine eigenen Großeltern kann ich mich kaum erinnern. Die Großeltern mütterlicherseits starben viel zu früh, und zu den Großeltern väterlicherseits hatte ich keine besonders enge oder gute Beziehung. Dafür hatte ich die liebsten Großtanten, die man sich vorstellen kann, und auch das ist wunderschön!

Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann wünsche ich mir, dass unsere kleine Maus von ihren Omas möglichst lange etwas hat und von ihnen lernen darf… Danke! ♥ Da fließt so viel Liebe…