Gelassenheit statt Raunzen

Gelassenheit statt Raunzen

Ja, auch Zauberworte brauchen manchmal Zeit und Raum, um sich aufzufrischen, was gerade zu dieser Jahreszeit mit Leichtigkeit gelingt, wo die Ideen nur so sprießen und wachsen wollen. Es tut sich hier einiges, auch wenn es nach außen hin ruhig geworden zu sein scheint. 3.000 LeserInnen am Tag, das ist schon eine Zeit her… Fröhliche Blog-Kontakte, Austausch, Coaching… ~ all das schlummert im Moment. Es gibt so viel anderes zu tun und zu checken, manche wissen es bereits: Ich schreibe ein Buch nach dem anderen, darunter drei Kinderbücher, und die Verlagssuche gestaltet sich spannend und wunderbar!

Trotzdem habe ich die 21-Tage-Challenge bei Karin Wess gestartet und bin dabei, die kommenden 7 Tage zur Jammer-freien-Zone zu erklären 😉 Was mir manchmal nicht so leicht fällt, man glaubt es kaum 😉 Aber mit Gelassenheit und Humor gelingt es eigentlich sehr gut. Annehmen, was ist, darüber lächeln, es humorvoll nehmen, das macht es leichter! Nicht lächerlich machen, aber dem kein so großes Gewicht geben. Ich streiche eher heraus und sehe, was gut ist, was gerade gut läuft, was mich inspiriert und zum Lachen bringt ~ und da gibt es so viel!

Natürlich gibt es einiges, was zu beweinen und zu bejammern wäre… Aber macht das Jammern es besser? Nein! Im Gegenteil, durch das Jammern und Raunzen ziehen wir uns immer mehr in diese Negativspirale hinein und hinunter und kommen hier viel schwerer wieder raus. Perspektivenwechsel ist angesagt. Die Verantwortung liegt bei mir, bei jedem einzelnen. Ich kann mich dafür entscheiden, was ich sehen will!

Wie viel Kraft wird da frei! Wie viel Energie kann nun sinnvoll genutzt werden, wenn sich unser Fokus auf das richtet, was gut ist. Das bringt uns auch weiter! Samen säen und gut bewässern, würde Geshe Michael Roach sagen, indem man in einer gemütlichen Kaffee-Meditation daran denkt, wem man Freude gemacht hat, wem man wie geholfen hat, wen man wie unterstützt hat, wen man zum Lachen gebracht hat, wo man etwas Sinnvolles gemacht hat, sich für andere zu freuen, sich mit anderen, auch über ihren Erfolg, zu freuen, einfach glücklich zu sein über all das. Das ist zwar nur der vierte Schritt von einem Prozess, mit dem wir all unsere Ziele erreichen können, aber der wesentlichste 🙂 Mehr dazu ein anderes Mal…

Freu dich am Leben und nimm es mit Humor! Es gelingt immer besser! 🙂

 

Was wir als Kinder mitbekommen

Was wir als Kinder mitbekommen

Ein Kind, das ständig kritisiert wird,
lernt zu verdammen.
Ein Kind, das geschlagen wird,
lernt selbst zu schlagen.
Ein Kind, das verhöhnt wird,…
lernt Schüchternheit.
Ein Kind, das der Ironie ausgesetzt wird,
bekommt ein schlechtes Gewissen.
Aber ein Kind, das ermuntert wird,
lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem mit Toleranz begegnet wird,
lernt Geduld.
Ein Kind, das gelobt wird,
lernt Bewertung.
Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt,
lernt Gerechtigkeit.
Ein Kind, das Freundlichkeit erfährt,
lernt Freundschaft.
Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf,
lernt Vertrauen.
Ein Kind, das geliebt und umarmt wird,
lernt Liebe in dieser Welt zu empfinden.

Dorothy Law Nolte (1924- 2005)

Wir bekommen viel mit als Kinder… vieles, was wir selbst als gut oder schlecht bewerten. Vieles, womit wir sehr kämpfen. Und oft sehen wir das Gute kaum. Oder wir über-sehen es. Weil wir glauben, benachteiligt zu sein. Doch da ist ganz viel! Und unsere Eltern haben uns all das mitgegeben, weil sie es nicht besser wussten.

So betrachtet ist alles gleich ganz friedlich. So betrachtet ist da auch viel Vergebung und die Zuversicht, aus all dem trotzdem etwas Gutes zu machen, das Beste. Und das weiterzugeben. So gut wir können, mit bestem Wissen. Mit ganz viel Liebe. Und Gelassenheit. Wissend, dass auch wir „Fehler“ machen und nicht perfekt sind. Und das ist sehr gut so… ♥

Wenn Wünsche wahr werden

Wenn Wünsche wahr werden

Ich wünsche dir Augen, die die kleinen Dinge des Alltags wahrnehmen
und ins rechte Licht rücken;
Ich wünsche dir Ohren, die die Schwingungen und Untertöne
im Gespräch mit anderen aufnehmen;
Ich wünsche dir Hände, die nicht lange überlegen, ob sie helfen und gut sein sollen;
Ich wünsche dir zur rechten Zeit das richtige Wort;
Ich wünsche dir ein liebendes Herz, von dem du dich leiten lässt.

Ich wünsche dir: Freude, Liebe, Glück; Zuversicht, Gelassenheit, Demut;
Ich wünsche dir Güte – Eigenschaften, die dich das werden lassen,
was du bist und immer wieder werden willst – jeden Tag ein wenig mehr.
Ich wünsche dir genügend Erholung und ausreichend Schlaf,
Arbeit, die Freude macht, Menschen, die dich mögen und bejahen und dir Mut machen;
aber auch Menschen, die dich bestätigen, die dich anregen, die dir Vorbild sein können,
die dir weiterhelfen, wenn du müde bist und traurig erschöpft.

Ich wünsche dir viele gute Gedanken
und ein Herz, das überströmt in Freude
und diese Freude weiterschenkt.
Ich wünsche dir Kraft, Energie und Mut, um das Leben zu meistern
und um Frieden zu finden mit dir und der Welt.


Verfasser mir unbekannt

Das könnten irische Segenswünsche sein, aber ich bin mir nicht sicher. Ich habe diese Zeilen gefunden, als ich nach Texten für die Taufe meiner Tochter suchte. Ich fand und finde immer noch, dass diese Worte genau das ausdrücken, was ich jedem einzelnen wünsche und was sich jeder für sich selbst wünschen darf und sollte. Und ich wünsche mir, dass diese Wünsche für uns alle in Erfüllung gehen…

Und was machen wir, wenn diese Wünsche tatsächlich wahr werden? Halten wir so viel Glück und Freude überhaupt aus…!? Auch das wünsche ich mir und uns… ♥

Der Schritt zurück

Der Schritt zurück

Er stand am Rand. Zehn Meter unter ihm die gleißende Wasseroberfläche. Er hatte Angst, nackte Angst. Hinter sich hörte er die Stimme des Trainers: „Spring!“

Leute starrten nach oben. Er musste springen, damit sie ihre Sensation bekamen. Er fühlte, dass er es nicht schaffen würde. Er war noch nicht soweit. Aber er musste beweisen, dass er ein Mann war. Lieber tot sein, als sich vor diesen Gesichtern zu blamieren. Er blickte nach unten. Warum lächelte niemand? Lauter gespannte Ovale mit harten Augen. Er forschte in seinem Gewissen. Wenn er sprang, war irgendetwas damit erreicht? Tat er damit etwas Falsches? Etwas Richtiges? Er wusste, was er tun sollte, warum sträubte er sich dagegen? Aber war das Springen heldenhaft, hatte es einen Sinn? Ein Schritt nur! Sein Fuß schob sich langsam vor. Dann ging ein Ruck durch seine Gestalt. Er richtet sich auf und drehte sich um. Ganz bewusst. Seine Unsicherheit war von ihm gewichen, der Druck, der auf ihm lastete, verschwand. Langsam kletterte er die Leiter herab und schritt durch die starre Gruppe.

Zum ersten Mal in seinem Leben trug er den Kopf hoch. Er begegnete den Blicken der anderen mit kühler Gelassenheit. Keiner sprach ein Wort oder lachte gar. Er fühlte sich so stark, als hätte er gerade die wichtigste Prüfung in seinem Leben bestanden. Er spürte so etwas wie Achtung vor sich selbst. Eines Tages würde er springen, das wusste er plötzlich.

Annette Rauert

Was für ein wunder-voller Tag gestern war! *lächel*Alles zu seiner Zeit, das spüren wir, tief in uns, wenn wir in uns hineinlauschen. Und ich wünsche jedem einzelnen, auf die Stimme seines Herzens zu hören und ihr zu folgen!

Wir haben ein Fest gefeiert ~ ja, wir haben auch mit dem Sprung mitgezittert, gebangt und erleichtert aufgeatmet. Jeder ist für sich selbst verantwortlich… Und wir haben gesehen, wie die Zeit vergeht und wir haben sie für ein paar Momente anhalten können, in die lächelnden Augen des Täuflings blickend… ♥

Endlich… ist die Zeit gekommen, und in unserer Mitte war dieses Strahlen, dieses Licht, das wir weitertragen…

Was Leben heisst…

Was Leben heisst…

Leben heißt lernen,
dass wir uns Zeit nehmen müssen,
wenn wir welche haben wollen;
dass wir verantwortlich sind
für Gedachtes und Nichtgedachtes,
Gesagtes und Nichtgesagtes,
Getanes und Nichtgetanes;
dass der Sinn des Lebens
darin liegt, immer die Liebe
und das Leben im Sinn zu haben.

Leben heißt lernen,
dass es nicht darauf ankommt,
ob wir uns etwas schenken,
sondern darauf, ob wir imstande sind,
uns gegenseitig etwas zu geben;
dass das Wesen des Lebens
die Veränderung ist;
dass wir Liebe säen müssen,
wenn wir Liebe ernten wollen.

Leben heißt lernen,
die Kunst der Gelassenheit auszuüben:
das Weglassen, das Zulassen,
das Loslassen;
dass die schwierigste Aufgabe
unseres Leben darin besteht,
nie aufzugeben;
dass unser Mensch-Sein untrennbar
mit dem Mensch-Werden verbunden ist.

Ernst Ferstl

Es wird, ich bin am Werden, wir sind am Werden, auf dem Weg… zu uns selbst. Leben bedeutet lernen, immerzu. Wir sind am Lernen, immerzu. Wenn wir es so sehen und wenn wir bereit sind. Dann sehen wir auch, was IST, dann sehen wir klar und tief.

Und dann sehen wir auch, dass es immer einen Weg gibt. Darum wünsche ich dir und uns allen die Kraft, dranzubleiben an dem, was zählt, und loszulassen, was nicht zu uns gehört. Denn das Werden ist Veränderung, jeder Tag ist anders und neu ~ komm mit und hab Mut und sei bereit für das Leben, jetzt!

Danke an Dori, auf deren Blog ich diese Zeilen gefunden habe! ♥