Denn man kann sich den Gefühlen der anderen Person erst dann öffnen, wenn man sich den eigenen Gefühlen geöffnet hat, indem man sie erlebt, würdigt und annimmt. Dann ist man auch viel besser in der Lage, zu beurteilen, ob es angemessen ist, dem anderen zu sagen, dass man sich über ihn geärgert hat.
Vielleicht ist man zu dem Schluss gekommen, dass die Wut, die er in einem ausgelöst hat, nur mit einem selber zu tun hat und nicht mit ihm, und verspürt kein Bedürfnis nach einer Aussprache. Oder aber man fühlt, dass man sich etwas vom Herzen reden muss.
In diesem Fall wird man nun in der Lage sein, aus der Wahrnehmung seines Herzens heraus die richtigen Worte zu finden, Worte, die für den anderen eine Information sind, mit der er etwas anfangen kann, da sie ihn nicht angreifen oder herabwürdigen.
Safi Nidiaye
Manchmal ist es besser, zu denken, bevor man spricht, wenn man mit Worten nur verletzt… Manchmal ist es besser, innezuhalten und die Worte, die man denkt und sagen will, zu filtern… Manchmal ist es besser, sich darauf zu besinnen, warum ich etwas sagen will und was das mit mir selbst zu tun hat…
Der beste Filter ist das Herz, das wahrnimmt, was ist… Hörst du auf dein Herz und folgst du der Stimme deines Herzens, bist du ganz bei dir, spürst, was Gefühle mit dir machen, und du kommunizierst einfach anders, besser, liebevoller und wertschätzender… ♥
Beurteile einen Tag nicht danach,
welche Ernte du am Abend eingefahren hast.
Sondern danach,
welche Samen du gesät hast.
Robert Louis Stevenson
Wie Blüten gehen Gedanken auf, tausend an jedem Tag… lassen wir sie blühen, ohne nach dem Ertrag zu fragen, so meinte auch Hermann Hesse. Viele, viele Samen, die unter der Erde schlummern, bis ihre Zeit gekommen ist. Sie sind schon DA… und warten… *lächel* auf den richtigen Moment.
Üben wir uns in Geduld, und freuen wir uns an unserem Werk, an unserer Saat… und lassen wir uns überraschen. Den Reichtum sehend, der bereits da IST, lässt es sich beruhigt zu Bett gehen und einschlafen am Abend. Denn, wirklich wahr, da ist so viel… jeder einzelne Same eine Kostbarkeit für uns, ganz gleich, was daraus werden mag…
Jedes Mal, wenn du urteilst, trennst du dich von dem Menschen oder der Situation, um die es geht – du fühlst dich überlegen. (…). Wenn du etwas tust (oder sagst), um überlegen zu sein, kompensierst du damit Minderwertigkeitsgefühle. (…)
Sobald du Situationen oder Menschen beurteilst, stellst du deine Ansicht als richtig hin. Du lässt dich vielleicht sogar dazu verführen, zu beweisen, dass sie falsch liegen. Wenn du eine Situation selbstgerecht beurteilst, machst du sie schlecht und trennst dich von ihr. Indem du urteilst, blockierst du dich in der Situation so, wie du sie siehst. Aber du bist es, der unter den Folgen leiden wird.
Urteile behindern deine Intuition und Inspiration. Sie halten dich vom Energiefluss fern, indem sie dein Bewusstsein einschränken und deine Anpassungsfähigkeit begrenzen.
Die Alternative besteht darin, zu segnen und zu helfen. Dann wird, was sonst ein Urteil wäre, zur Unterscheidung und zu einer Gelegenheit, festzustellen, was du wirklich tun kannst, um zu helfen.
Chuck Spezzano
Alles, was ich nun ergänzen würde, erhielte eine sehr persönliche Färbung. Weshalb ich diese Worte einfach so stehen und auf mich wirken lasse… Lese ich den Text mehrmals, beginnt die Wirkung einzusetzen und zu heilen. Der Puls wird ruhiger, normalisiert sich, Ruhe und Frieden kehren ein.
Wie weit bin ich in den Schuhen des anderen schon gegangen? Nicht einmal darin gestanden? Wozu dann der Wirbel!? Ausschnitte sind nur ein Teil vom Ganzen, mir fehlen die anderen Puzzleteilchen… Ich halte den Mund, schlucke, verstehe, empfinde Mitgefühl und tue, was angebracht ist…
Und da sind sie wieder, die Worte, die ich nie vergessen werde…:
“Don´t judge me. You could be me in another life.” ~ Sting
Foto: Elisabeth Ornauer
Viele Steine wurden bereits nach mir geworfen… und wie oft bin ich davon gelaufen, unzählige Male… Ich habe daraus gelernt und sehe mir die Steine nun gut an, drehe und wende sie und kann immerzu trotzdem etwas Schönes und Gutes an ihnen entdecken, etwas, das mich weitergebracht und sie mir allein dadurch schon wertvoll gemacht hat…
Von Herzen einen schönen Tag für dich, Elisabeth ♥
Sie alle aber nenne ich Geschmeiss, die von fremden Taten leben und dadurch wie das Chamäleon ihre Färbung ändern, die dort lieben, wo sie ihre Geschenke empfangen, sich am Beifall erfreuen und sich selber so beurteilen, wie sie sich im Spiegel der Massen erblicken.
Antoine de Saint-Exupéry
Gar so gestrenge Worte von einem meiner Lieblingsautoren…
Was ist das anderes, als sich selbst zu belügen, sich selbst zu betrügen, sich selbst zu täuschen… damit zwar auch andere, aber in erster Linie und am Schmerzhaftesten sich selbst… Wach auf! Schau dich in den Spiegel und dir selbst in die Augen, bevor es zu spät ist! Nimm wahr, was ist und erlebe die befreiende Ent-täuschung…
Von ♥en, Elisabeth

Bild: Vladstudio