Wir müssen nicht erst sterben, um ins Himmelreich zu kommen. Tatsächlich genügt es, vollkommen lebendig zu sein. Atmen wir aufmerksam ein und aus und umarmen wir einen schönen Baum, sind wir im Himmel.
Wenn wir einen bewussten Atemzug machen und uns dabei unserer Augen, unseres Herzens und unserer Leber bewusst sind, werden wir unmittelbar ins Paradies getragen. Frieden ist vorhanden. Wir müssen ihn nur berühren.
Sind wir vollkommen lebendig, können wir erfahren, dass der Baum ein Teil des Himmels ist und dass auch wir Teil des Himmels sind.
Thich Nhat Hanh
Das gilt nicht nur für die Bäume, sondern für alles, was wir mit Liebe betrachten. Und wenn wir umarmen, dann sind wir ganz im Hier und Jetzt und lenken unsere Aufmerksamkeit auf die Gegenwart, auf unser Sein und auf unser Atmen. Dann werden wir sehr schnell sehr intensiv spüren, wie nahe wir dem Himmel sind… dass wir ein Teil des Himmels sind… dass der Himmel auch in uns ist…
Von Herzen, Elisabeth ♥

Foto: © Dr. Georg Rappold/Walddialog, Lebensministerium
In den vergangenen Jahren habe ich den besten Personal Trainer kennenlernen dürfen, den man sich nur vorstellen kann: Das Leben, die Natur und mich selbst ~ ein geniales Team.
Heute Morgen ging ich bei strahlendem Sonnenschein aus dem Haus. Trotz Bauchschmerzen und einer unruhigen Nacht, die Bilder vom Wald, von der erwachenden Natur waren stärker, Waldbodenduft in der Nase, das Wohlgefühl der Bewegung eingespeichert, tief drin.
Ein Leichtes bei Sonnenschein Laufen zu gehen!
Nichts motiviert leichter als das. Doch als ich meine Runde durch den Wienerwald ansetzte, blickte ich ~ das Himmelblau im Rücken ~ in eine rabenschwarze Wolkenfront, die sich mir näherte. Das machte mir noch nichts aus, ich startete los, genoss jeden Schritt, jeden Atemzug, jeden Lufthauch, jedes Reh auf der Wiese.
Plötzlich begann es aus fast heiterem Himmel zu hageln, zum Teil ziemlich heftig. Doch trotz all dieser Erschwernisse und Hindernisse ließ ich mich nicht beeinflussen und dankte dem Himmel für dieses Training
Klar lag es auch und vor allem an mir selbst, denn ich hätte jederzeit abbrechen können.
Aber die Freude in mir war so groß, dass ich weiterlief. Das ist die Freude an der Natur, meiner Lehrerin und Trainerin, die mich sicher führt… so sicher, wie ich selbst bin… danke *lächel* Mental bin ich gewachsen in den letzten Monaten… am Leben selbst…
Von Herzen sonnige Grüße, Elisabeth ♥
…und wenn du es wieder mal müde bist,
wie eng und begrenzt dein Leben ist,
und die ganze Erde erscheint dir fast
umsponnen von einem grauen Netz,
in dem du dich hilflos verfangen hast,
ein Netz aus Gewohnheit, Gewalt und Gesetz
ein Netz aus Grenzen von Staat zu Staat
Grenzen aus Dummheit und Stacheldraht,
Grenzen des Geldes, begrenzte Zeit,
und die Grenzen der eigenen Fähigkeit…
…und wenn du dich wieder mal wund gestossen
an den Gitterstäben, den kleinen und großen,
und du weißt genau: Du kommst nie mehr vom Flecke,
du bleibst gefangen im engen Raum,
dann hockst du dich nieder in deiner Ecke
und träumst den alten Traum:
Da breitest du weit deine Arme aus -
und ein tiefer Atemzug!
Du schwingst dich empor über Straße und Haus
im traumhaften Vogelflug.
Du fliegst und du fliegst und du brauchst kein Ziel,
das Dasein selbst ist Glück!
Keine Grenze dort unten bekümmert dich viel,
du möchtest nie zurück.
Es ist alles so einfach. Du wunderst dich kaum.
Und du weißt in deinem Traum:Es ist kein Traum!
Und du fragst dich, warum man es je vergisst,
warum man nicht glaubt daran,
dass man immer so frei wie ein Vogel ist
und in Wahrheit fliegen kann.
Michael Ende
Warum vergesse ich das nur immer wieder…!? Es gibt viele Gründe… Und deswegen bin ich dankbar dafür, jetzt wieder daran erinnert zu werden, zur rechten Zeit… Ich breite meine Flügel aus und schwinge mich empor, bis zu den Sternen – und betrachte von da oben aus alles, was an Sorgen und Problemen da unten zurück geblieben ist . Von da oben sieht all das so klein und nichtig aus… dieser Blickwinkel wirkt Wunder… In Frieden segle ich durch die Lüfte und weiß und spüre, die Grenzen setze ich nur mir selbst…
Von ♥en, Elisabeth
Du kannst nur lernen, dass du das,
was du suchst, schon selber bist.
Alles Lernen ist das Erinnern an etwas,
das längst da ist und nur auf Entdeckung wartet.
Alles Lernen ist nur das Wegräumen von Ballast,
bis so etwas übrig bleibt,
wie eine leuchtende innere Stille.
Bis du merkst, dass du selbst der Ursprung
von Frieden und Liebe bist.
Sokrates
Alles, wirklich alles, ist bereits in dir. Du hast es vielleicht vergessen, suchst krampfhaft, hängst dein Herz an Menschen oder Dinge, von denen du dich abhängig machst. Dein Unterbewusstsein jedoch hält es für dich bereit – die Liebe, in dir. Es fällt das Lernen so viel leichter, wenn du eine Ahnung davon hast, was du alles bereits weißt, und dass alles immer da und griffbereit ist. Geh in dich und genieße die Stille und höre in dich hinein, was dein Herz dir zu sagen hat: Es ist alles in dir! Spüre die Wärme, die dich erfüllt, fühle deinen Herzschlag, nimm wahr, wie sich deine Bauchdecke langsam hebt und senkt mit jedem Atemzug. Alles ist in dir, jederzeit, mein Herz. Leben. In Fülle. Und Liebe. In Fülle. Danke. Dir.
Von ♥en, Elisabeth
Was ist das Leben?
Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen in der Nacht.
Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter.
Es ist wie der kurze Schatten, der über das Gras huscht
und sich im Sonnenuntergang verliert.
Crowfoot (Blackfoot)
Worte eines Indianers… (von wem auch immer, lieber Jörg!
) Das ist im Moment ein wichtiges Thema für mich… Genauso ist das Leben… Diese wunderschönen sprachlichen Bilder dazu inspirieren mich… das Gespür dafür zu bekommen, wie sich das anfühlt, diese Endlichkeit, die sich “mein Leben” nennt… und dennoch auch das Strahlen, das Leuchten wahrnehmen, das da ist, das von mir ausgeht, das auch von DIR ausgeht…
Ein Aufleuchten, ein Augenblick, ein Atemzug, so kostbar… Danke für diese Zeit,die ich hier habe…
Von ♥en, Elisabeth